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dotBRANDs, Schutz und Vertrauen für Marken

Was sind dotBRANDs?

Die generischen Endungen .com / .org oder Domains mit Länderkennung, beispielsweise .de, sind nach wie vor die meistgenutzten Top Level Domains (TLD) im Internet. Doch die Verbreitung von dotBRANDS steigt. Der Unterschied ist, dass bei dotBRANDS in der Endung der Markenname der jeweiligen Brand enthalten ist (website.brand / support.brand / home.brand).

Die markenspezifische Endung ermöglicht es Kund:innen, sich direkt mit der Brand ihres Vertrauens zu verbinden und die Kommunikation unmittelbar in der Markenwelt des Unternehmens zu führen. Hinsichtlich möglichen Missbrauchs – beispielsweise potenzieller Fraud- und Phishing-Attacken – ist das ein enormer Vorteil: Nutzer:innen können sicher sein, dass eine aufgerufene Website oder die von einem Unternehmen empfangene E-Mail auch wirklich von eben diesem Unternehmen stammt. Dass Nutzer:innen sich so sicher sein können, hängt mit dem Bewerbungsprozess für die Domain zusammen, später mehr dazu.

Aus Unternehmenssicht

Aus Sicht des Unternehmens bringt die dotBRAND ebenfalls eine vertrauensvollere Kommunikation mit sich. Hat ein Unternehmen früher den Markennamen mit bestenfalls allen generischen Endungen auf sich registriert, wird dies nun nicht mehr benötigt. Wesentlicher Vorteil dabei ist es, den Trust – sprich das Vertrauen in eine Marke – über die Domain abzusichern und zu transportieren. Als Besitzer eines Markenzeichens besitzen Brands den gesamten Namensraum, so dass Trittbrettfahrer besser identifiziert werden können. Leider wissen Unternehmen oft gar nicht, dass Ihr Markenname aktuell missbräuchlich verwendet wird.

dotBRANDS und die Datenschutzgrundverordnung

Mit der Datenschutzgrundverordnung, die im Mai 2018 in Kraft trat, wurde es anhand des WHOIS komplizierter herauszufinden, wer der Besitzer einer Domain ist. Registrieren Kriminelle eine Domain für missbräuchliche Aktivitäten, dann können sich diese hinter der Nichteinsehbarkeit von WHOIS-Daten verstecken. Mit einer dotBRAND kann der Namensraum viel besser kontrolliert werden.

Vorteile in Kurzform:

  • Registrierung nachvollziehbarer Web-Adressen von Unternehmen
  • Erhöhte Sicherheitsmöglichkeiten gegen Missbrauch von Marken
  • Stärkung des Markenbewusstseins von Nutzern

Wie kann ich mich für eine dotBRAND bewerben?

Zuständig für die Vergabe der Top-Level Domains ist die Non-Profit-Organisation ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers). Anders als bei üblichen Domains, gibt es für die Registrierung der eigenen dotBRAND bestimmte Bewerbungsfenster (zuletzt 2012).

Der Bewerbungsprozess ist aufwändig: Es werden Informationen und Nachweise benötigt, welche die technischen Anforderungen und die Art der Anwendung belegen. Es gibt jedoch mittlerweile Unternehmen, die sich auf die Begleitung dieses Prozesses spezialisiert haben.

Wann die nächste Bewerbungsphase sein wird, ist noch unklar. Lange dürfte dieser aber nicht mehr auf sich warten lassen.

Fazit:

Für das Vertrauen und das Erleben von Markenwelten zu intensivieren, sind dotBRANDs ein gutes Instrument. Noch sind sie jedoch schwieriger zu bekommen und kostenintensiver als die üblichen, generischen Domains und daher noch nicht sehr weit verbreitet.

In Zukunft werden die dotBRANDs hinsichtlich der digitalen Markenidentität jedoch möglicherweise eine größere Rolle spielen.

 

Dotmagazine

Mehr über dotBRANDs erfahren Sie (in englischer Sprache) im dotmagazine des eco Verbandes: www.dotmagazine.online


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